Pumpen will gelernt sein

Am 16.07.2018 haben wir uns alle an den Pumpen unserer Fahrzeuge weitergebildet. Da es die Temperaturen anboten, haben wir auch einige Wasserabnehmer angeschlossen.

Mit unseren beiden Großfahrzeugen dem HLF-10 und dem TLF-4000 ging es zur örtlichen Veltheimer-Fähre, wo wir unser TLF an dem offenen Gewässer stationierten und mit 4x A-Saugschläuchen aus der Weser speisten. Unser stellv. Löschgruppenführer Wolfgang Pauser übernahm die Einweisung in die Steuerung der Pumpe. Hierbei wurde der Aufbau mit den Ein- und Ausgängen beschrieben, die Überwachung des Wasserdrucks, Öffnung der einzelnen Ventile und vieles mehr. Wie immer in der Feuerwehr, war die Einweisung einfach, verständlich und mit ausreichend Informationen durchgeführt. 

Parallel zur Einweisung in die Pumpe, nahmen die Kameraden auch ein B-Strahlrohr, sowie einen Ringmonitor-Aufbau in Betrieb. Weitere Kameraden setzten sich mit den Funktionen des Hohlstrahlrohres auseinander und erkundeten den Überdruckventilator mit integrierter Wasserförderung.

Eine willkommende Abkühlung bei den Außentemperaturen. 

Natürlich diente der Dient nur der Allgemeinbildung im Feuerwehrwesen, denn zum Bedienen der Feuerwehrpumpen benötigt man eine mehrtägige Ausbildung zum „Maschinisten“. Da wir aber in der Feuerwehr großen Wert darauflegen, dass jeder alle versteht und mindestens grundlegend beherrscht, sind solche Dienste für uns und der Gruppendynamik von großer Bedeutung.

Nach dem der offizielle Teil des Dienstes beendet war, fuhren wir zurück zum Gerätehaus, wo uns bereits der Grill erwartete. 

Der Grill war für einen feierlichen Anlass bestückt worden, denn unsere Kameradin Morine Pauser durfte eine weitere 0 zu Ihren Lebensjahren zählen und lud uns alle zur Feier des Tages auf eine saftige Bratwurst ein. 

Vielen Dank dafür und nochmal alles Gute zum Geburtstag im Namen der Löschgruppe!

Ahoi! Unterwegs auf der Weser

Wir nutzten heute das tolle Wetter für eine kleine „Nassübung“ am Fähranleger in Veltheim und zwar mit unseren zwei Booten, mitten auf der Weser.

„Unseren“ Booten ist teils richtig, denn wir halten in unserem Gerätehaus in Veltheim, nur ein „einfaches“ Schlauchboot mit Paddeln einsatzbereit. Dieses wird klassisch mit Paddeln betrieben. Damit wir auch den Umgang mit einem motorisierten Wasserfahrzeug kennenlernen, hatten wir uns das Rettungsboot der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Porta Westfalica ausgeliehen.

Angekommen am Anleger, setzten wir das Boot zu Wasser. Nach einer kurzen Einweisung durch unsere Bootsführer Jan und Wolfgang, drehte Jeder von uns einige Runden auf der Weser. Hierbei wurden wichtige Infos mit auf den Weg gegeben, wie man das Boot sicher und stabil durch die Weser steuert. Parallel zum Motorboot fuhren einige Kameraden mit unseren Schlauchboot die Weser stromabwärts, aufgrund der starken Strömung der Weser, mussten wir allerdings die Kameraden auf Höhe des Veltheimer Kraftwerks mit unseren Fahrzeug und Boots-Anhänger abholen.

Im Anschluss des praktischen Dienstes, erfolgte wie immer die routinemäßige Herstellung der Einsatzbereitschaft. Im Zuge dieser, wurden Fahrzeuge und Boote mit Wasser und Lappen von groben Verschmutzungen gereinigt.

Tolles Wetter – Toller Dienst !

Mehr als nur Leitern

Zugdienst mit dem Schwerpunkt „Leitern und Sprungpolster“ stand auf dem Plan.

Bei schönstem Wetter und guter Laune trafen wir uns zum Ausbildungsdienst am Gerätehaus und fuhren gegen 18.45 Uhr zur Feuer- und Rettungswache Porta Westfalica, wo wir mit unserer Zugeinheit der Löschgruppe Eisbergen verabredet waren. Gemeinsam bildeten wir uns an den verschiedensten Leitermodellen weiter.

Begonnen wurde mit der Multifunktionsleiter, einem sehr vielfältigen Leitermodell, welche ihren Namen alle Ehre macht. So kann die Leiter entweder als „klassische“ Leiter aufgebaut werden, als Bockleiter, als Arbeitsbühne oder zum auffangen von Flüssigkeiten und vielem mehr genutzt werden. Außerdem fanden einige Kameraden die Bauweise derart funktionell, dass man diese theoretisch auch zum „Schweine eintreiben“ nutzen könnte – natürlich nur im Einsatzfall – Kreativ sind wir Feuerwehrleute manchmal auch 😉

Im Nachgang wurde durch die Löschgruppe Eisbergen das Sprungpolster demonstrativ aufgebaut und erklärt. Interessant war die Funktionsweise des Polsters, es wird nämlich über eine Druckluftflasche innerhalb von 30 Sekunden einsatzbereit aufgeblasen und kann dann je nach Bedarf mittels Trageschlaufen genau positioniert werden.

 

Kleiner Fakt am Rande 😉

Wir können Menschen aus einer schwindelerregenden Höhe, die dem 4. Stockwerk gleicht, mit diesem Sprungpolster retten. 

Das Highlight des Ausbildungsdienstes war trotz aller Begeisterung für die tollen Funktionen unserer Leitern, die Königsklasse unter den Leitern. Die Drehleiter mit Korb (kurz DLK) der hauptamtlichen Wache. Mit einer Arbeitshöhe von 32m ist sie definitiv die größte Leiter in unserem Leiterpark. Der Schwerpunkt hierbei wurde auf den Korb und dessen Funktion Anbauteile aufzunehmen gelegt. Anbauteile? Ja richtig, denn der Korb einer Drehleiter hat weitaus mehr Funktionen als „nur“ Personen rauf und runter zu befördern.

Schon gewusst?

Wir können auch Personen liegend aus einem Gebäude retten und transportieren, das Gebäude mittels Ventilator belüften, mit Strahlern ausleuchten oder was häufiger der Fall ist, das Feuer von der Drehleiter mittels Strahlrohr oder mit montierten „Stützkrümmer“als Wasserwerfer nutzen.

 

Gute Frage!

Wieso machen wir einen Dienst an der Drehleiter wenn diese doch gar nicht bei uns stationiert ist?

Wir sagen es dir.

Im Falle einer Bergung von Personen mittels Drehleiter ist in der Regel immer Eile geboten und es ist jede Sekunde entscheidend. Wir in der Feuerwehr arbeiten IMMER im Team und unterstützen uns daher, wenn es die Einsatzlage zulässt, selbstverständlich auch einheitsübergreifend und müssen daher auch die Technik der anderen Fahrzeuge verstehen. Natürlich steuert nicht jeder die Drehleiter, dafür muss eine separate Ausbildung gemacht werden, doch jede Hand die hilft den Korb für den Einsatz vorzubereiten, spart wertvolle Sekunden und Minuten.

Wir arbeiten immer nach dem Prinzip: „Für mich. Für alle.“

Zum Abschluss des Dienstes wurde eine kurze Fahrzeugbegehung getätigt um auch im Ernstfall die Gerätschaften griffbereit zu wissen.

Mit einem kühlen Softgetränk beendeten wir den spannenden und lehrreichen Dienst.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei der Löschgruppe Eisbergen für die tolle Vorbereitung und die kalten Softgetränke.

Moderne Technik will gelernt sein

Fahrzeugkunde stand auf dem Dienstplan und wir nahmen daher unsere 3 Großfahrzeuge unter die Lupe.

Hierbei  wurde der Schwerpunkt bei unserem TLF – Tanklöschfahrzeug – auf den auf dem Dach montierten Wasserwerfer gelegt. Dort wurde den jüngeren, aber auch den alten Hasen die Inbetriebnahme dessen und die Funktionsweise Schritt für Schritt erklärt. Nach der Theorie folgte die Praxis und wir durften die gewaltige Kraft des Wasserwerfers vor Ort testen, doch leider war nach wenigen Minuten der Wassertank des Fahrzeuges bereits leer.

Bei der Station HLF – Hilfeleistungslöschfahrzeug – lag der Schwerpunkt auf der hydraulischen Schere und dem Spreizer, sowie auf dem Generator und dem Aufbau eines Schnellangriffs bzw. Erstangriffs. Da das HLF in der Regel das erste Fahrzeug ist was von uns ausrückt war es wichtig die dortigen Abläufe und Funktionen kennen zu lernen. Neben den genannten Bereichen erhielten wir auch noch eine Einweisung in dem im Fahrzeug eingebauten Schaummitteltank und die auf dem Fahrzeug verlasteten Schaumarten- und mittel.

Ein kleines Highlight und eine Besonderheit an unserem Standort in Veltheim-Möllbergen ist unser CBRN-Erkunder, dieses Fahrzeug ist ein Landfahrzeug und ist dem Land Nordrhein-Westfalen unterstellt. Das Einsatzgebiet ist daher deutschlandweit möglich, bei entsprechender Schadenslage.

Kleiner Fakt am Rande.

Die Buchstaben für CBRN stehen übrigens für Chemie – Biologie – Radioaktiv – Nuklear. Das sind die Gefahrenstoffe die das Fahrzeug mittels modernster Messtechniken messen kann, sei es vor Ort im Trupp oder direkt aus dem Fahrzeug heraus.

Interessant war bei diesem Fahrzeug die Masse an digitalen Messgeräten und die umfangreiche Laborausstattung. Mit einem kleinen Suchspiel wurde die Runde direkt abgeholt und das Interesse geweckt. Das Suchspiel sah vor ein kleines Metallstück, welches mit Cesium in niedriger Konzentration belastet war, mittels entsprechenden Geräten aufzuspüren.

 

Zum Dienstabschluss übernahmen wir die offizielle Eröffnung der Grillsaison 2018 und verzehrten in einer geselligen und lustigen Runde die ein oder andere Bratwurst.