Wir sind

Mehr als nur Leitern

Zugdienst mit dem Schwerpunkt „Leitern und Sprungpolster“ stand auf dem Plan.

Bei schönstem Wetter und guter Laune trafen wir uns zum Ausbildungsdienst am Gerätehaus und fuhren gegen 18.45 Uhr zur Feuer- und Rettungswache Porta Westfalica, wo wir mit unserer Zugeinheit der Löschgruppe Eisbergen verabredet waren. Gemeinsam bildeten wir uns an den verschiedensten Leitermodellen weiter.

Begonnen wurde mit der Multifunktionsleiter, einem sehr vielfältigen Leitermodell, welche ihren Namen alle Ehre macht. So kann die Leiter entweder als „klassische“ Leiter aufgebaut werden, als Bockleiter, als Arbeitsbühne oder zum auffangen von Flüssigkeiten und vielem mehr genutzt werden. Außerdem fanden einige Kameraden die Bauweise derart funktionell, dass man diese theoretisch auch zum „Schweine eintreiben“ nutzen könnte – natürlich nur im Einsatzfall – Kreativ sind wir Feuerwehrleute manchmal auch 😉

Im Nachgang wurde durch die Löschgruppe Eisbergen das Sprungpolster demonstrativ aufgebaut und erklärt. Interessant war die Funktionsweise des Polsters, es wird nämlich über eine Druckluftflasche innerhalb von 30 Sekunden einsatzbereit aufgeblasen und kann dann je nach Bedarf mittels Trageschlaufen genau positioniert werden.

 

Kleiner Fakt am Rande 😉

Wir können Menschen aus einer schwindelerregenden Höhe, die dem 4. Stockwerk gleicht, mit diesem Sprungpolster retten. 

Das Highlight des Ausbildungsdienstes war trotz aller Begeisterung für die tollen Funktionen unserer Leitern, die Königsklasse unter den Leitern. Die Drehleiter mit Korb (kurz DLK) der hauptamtlichen Wache. Mit einer Arbeitshöhe von 32m ist sie definitiv die größte Leiter in unserem Leiterpark. Der Schwerpunkt hierbei wurde auf den Korb und dessen Funktion Anbauteile aufzunehmen gelegt. Anbauteile? Ja richtig, denn der Korb einer Drehleiter hat weitaus mehr Funktionen als „nur“ Personen rauf und runter zu befördern.

Schon gewusst?

Wir können auch Personen liegend aus einem Gebäude retten und transportieren, das Gebäude mittels Ventilator belüften, mit Strahlern ausleuchten oder was häufiger der Fall ist, das Feuer von der Drehleiter mittels Strahlrohr oder mit montierten „Stützkrümmer“als Wasserwerfer nutzen.

 

Gute Frage!

Wieso machen wir einen Dienst an der Drehleiter wenn diese doch gar nicht bei uns stationiert ist?

Wir sagen es dir.

Im Falle einer Bergung von Personen mittels Drehleiter ist in der Regel immer Eile geboten und es ist jede Sekunde entscheidend. Wir in der Feuerwehr arbeiten IMMER im Team und unterstützen uns daher, wenn es die Einsatzlage zulässt, selbstverständlich auch einheitsübergreifend und müssen daher auch die Technik der anderen Fahrzeuge verstehen. Natürlich steuert nicht jeder die Drehleiter, dafür muss eine separate Ausbildung gemacht werden, doch jede Hand die hilft den Korb für den Einsatz vorzubereiten, spart wertvolle Sekunden und Minuten.

Wir arbeiten immer nach dem Prinzip: „Für mich. Für alle.“

Zum Abschluss des Dienstes wurde eine kurze Fahrzeugbegehung getätigt um auch im Ernstfall die Gerätschaften griffbereit zu wissen.

Mit einem kühlen Softgetränk beendeten wir den spannenden und lehrreichen Dienst.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei der Löschgruppe Eisbergen für die tolle Vorbereitung und die kalten Softgetränke.

STANDORT

Freiwillige Feuerwehr Veltheim-Möllbergen
Sprengelweg 162
32457 Porta Westfalica

Copyright © 2018. Alle Rechte vorbehalten.